Was Ihr schon immer wissen wolltet! schwert


Mein eigentlicher Stil ist der von meinem Vater entwickelte Kampfkunststil 'Wun Hop Kuen Do', eine Kombination mehrerer Faustkampfarten. Für mich liegt der Unterschied darin, wie jeder Einzelne es praktiziert, der Mensch macht den Unterschied aus. Mein Vater erklärte mir beim Training,

'es ist nicht die Kampfkunst, die den Menschen gut macht,

es ist der Mensch, der die Kampfkunst gut macht. '

( Mark Dacascos in einem Interview, 2001 für www.premiere.fr)

dacascos81.JPG (11594 byte)Wun Hop Kuen Do

Von Al Dacascos 1968 erfunden, basiert dieser Stil auf verschiedenen chinesischen Kriegskunstrichtungen und Kajukenbo. Das besondere an diesem Stil ist die Kombination verschiedener Faustkampfrichtungen. Obwohl Wun Hop Kuen Do voll entwickelt ist, befindet er sich laufend im Wandel, um jederzeit neue nützliche Techniken und Methoden einzuarbeiten. Außerdem bedeutet dies, daß es keine fest definierte Antwort auf eine bestimmte Situation gibt, sondern versucht wird, sich jeder neuen Situation anzupassen. Es wird gelernt, selbst Situationen einzuschätzen und entsprechend zu reagieren.

"Wenn ich unterrichtet habe, mochte ich es gerne, wenn man sich begrüßt, um dann langsam mit einigen Aufwärmübungen zu beginnen, um den Körper zu entspannen und ihn auf die Sprünge und Schläge etc. vorzubereiten.
Als ich ein Teenager war, wuchs ich in Hamburg, Deutschland, auf und es wurde dort sehr kalt im Winter. Ich ging in den Unterricht von meinem Vater; er begrüßte uns und sagte dann, los, laßt uns kämpfen! Und ich sagte, Moment mal, mein Körper ist kalt und ich könnte mir etwas zerren. Seine Einstellung war jedoch, dass man in einem Straßenkampf, bei Selbstverteidigung, nicht die Zeit hat zu sagen, einen Moment, ich muß erst meine Arme und Beine aufwärmen und etwas Stretching machen. Nein, Du mußt einfach bereit sein. Daher glaubte er, was ich heute auch glaube, dass man, wenn man will, dass sein Körper reagiert, und so reagiert wie man das will, man ihn auch immer entsprechend trainieren muß. Es ist, wie wenn man ein Glas Wasser trinkt, du mußt dich dafür vorher nicht aufwärmen. Wenn du in der Lage sein willst, hoch zu treten, einen „Sweep“ zu machen oder jeden Schlag, muß du auch im kalten Zustand dazu in der Lage sein. Darauf legte er Wert.

Oft kamen wir in die Trainingsstunde in normaler Straßenkleidung. Ich glaube in die meisten Unterrichtsstunden geht man mit lockerer Kleidung und Turnschuhen. Und wir kamen manchmal in Anzug und Krawatte und feinen Schuhen in den Unterricht, nur um zu sehen, wie es ist, in unterschiedlicher Kleidung zu kämpfen.
Oder Training in der Natur. Er nahm uns mit nach draußen, und wir übten im Schnee oder hatten einen Kampf auf einer Böschung oder auf Teer oder im Sand, nur um es zu kennen, und um der Realität so nahe wie möglich zu kommen.
Wir haben eine Bar-Situation nachgestellt. Wir haben Tische und Stühle in unserem Traininggebiet aufgestellt mit Gläsern und Aschenbechern, und sicher waren wir vorsichtig, so vorsichtig wie möglich. Aber wir haben für das wirkliche Leben geübt. Und wenn man als Kampfsportler denkt, muß man lernen wie in der Wirklichkeit zu reagieren, und daher muß man auch so trainieren. Wir versuchten schwere Verletzungen zu vermeiden etc., aber was Kontakt und Schläge angeht und mit Geschwindigkeit, ja, wir haben alles gemacht, alles was wir konnten ohne uns zu verletzen." (Mark Dacascos auf DRIVE, Directors Cut, DVD)

Mark Dacascos hat den dritten Dan in Wun Hop Kuen Do.

In Deutschland gibt es besonders in Norddeutschland einige Dacascos Schulen, in denen dieser Stil gelehrt wird. Mehr Informationen hierzu gibt es auf der deutschen Al Dacascos Webseite.



dacascos61.JPG (11905 byte)

Kajukenbo

Diese Art der Selbstverteidigung wurde in den Jahren 1947 - 1949 von Prof. Emperado auf Hawaii aus koreanischem Karate, Kodokan Judo, Kenpo und chinesischem Boxen entwickelt (Ka-Ju-Ken-Bo). Etwas später wurde dieser Stil mit dem Chuan-Fa Kung Fu vereinigt, was zur Folge hatte, daß nun beide Richtungen des Kung Fu miteinander verbunden wurden. Somit entstand eine Kampfkunst, die sowohl die weichen langgezogenen Bewegungen des nördlichen Kung Fu als auch die kurzen kraftvollen Bewegungen des südlichen Kung Fu in sich vereinigte. Es gibt vier Zweige des Kajukenbo: Kajukenbo Kenpo, Tum Pai, Ch'uan Fa und Wun Hop Kuen Do.






dacascos71.JPG (12762 byte)Kung Fu

Angefangen hat alles vor mehr als 1500 Jahren in einem Shaolin Tempel als Methode der Meditation, sowohl leichte als auch anstrengende Übungen, die die Atmung und Muskulatur stärken sollten. Im Laufe der Zeit folgten Bewegungen, die der Selbstverteidigung dienten. Durch Beobachtungen der Tierwelt wurden viele neue Bewegungen entdeckt und verarbeitet, woraus sich nach und nach die 5 Stile des Kung Fu entwickelten.

Der Leopard, der weiße Kranich, der Tiger, der Drache und die Schlange.

Aus Kung Fu entwickelten sich im Laufe der Jahre viele verschiedene Sebstverteidigungsarten, z.B. Jiu Jitsu und Karate.


Capoeira

Capoeira hat afro-brasilianische Wurzeln und vereint Kampfkunst, Tanz, Akrobatik und brasilianische Folklore. Beim Capoeira sitzen alle in einem Kreis (Roda), singen oder spielen Instrumente. Zwei Spieler (Capoeiristas) begeben sich in die Mitte und beginnen im Rythmus der Musik zu "kämpfen".

Mark hat mehrere Wochen bei Amen Santo Capoeira trainiert, was ihm half, die Hauptrolle in "Only the Strong" zu bekommen. Er bezeichnet sich weiterhin als Anfänger (Gelbgurt).