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IMPACT 90

Mark Dacascos: Kung Fou Style (fou für verrückt)

Interview von Damien Granger


übersetzt aus dem Französischen: von M. Köhler und H. Gerber


impact1.jpg (26924 Byte)15 Jahre im Geschäft, 24 Filme gedreht. Abgesehen von seiner ersten Rolle in der Komödie "DIM SUM" von Wayne Wong, die in der Endfassung des Films herausgeschnitten wurde, der Hauptrolle in "Only the Strong" und "Double Dragon"   hat der Hawaiianer Mark Dacascos seine Kampfsportfähigkeiten in den Dienst von B-Filmen gestellt. So konnte man ihn in "American Samurai", "Redemption", "Sabotage", "Drive", "DNA" und "The Base" sehen; amerikanische Produktionen, die für den Videomarkt oder das Kabelfernsehen gemacht wurden. Das alles sind Filme, die er einen nach dem anderen, im Wechsel mit Theater ("West Side Story", "Conan") und Fernsehen drehte, wo er in Serien wie "General Hospital", "Flash" und "Dragnet" als Gast auftrat, bevor er die Hauptrolle in der Fernsehserie "The Crow" bekam.

Eine arbeitsreiche Karriere, die ihm kaum Zeit läßt, auf der anderen Seite des Atlantiks ein Star zu werden. Daher ist es paradox, dass Mark Dacascos in Frankreich bekannte rund beliebter ist. Christophe Gans hat ihn zum Star gemacht, als er ihm die Rolle des Killers in "Crying Freeman" in dem gleichnamigen Film anbot. 5 Jahre später arbeiten sie wieder bei "Pacte des Loups" zusammen. Eine Verbindung, die weiterhin Früchte trägt.

Frage: Sie haben zuvor in "Crying Freeman" gespielt und sind nun auch bei Christophe Gans‘ 2. Film, "Pacte des Loups" dabei ...
MD: Als Christophe mir erzählte, er bereite einen zweiten Film vor und er wolle, dass ich mitspiele, sagte ich ok er könne auf mich zählen. Dennoch bestand er darauf, dass ich zuerst das Skript lese, bevor ich zustimme. Und so las ich es und wie vorhergesagt, sagte ich ja.
Frage: Man sagt, dass "Crying Freeman" in mehrerer Hinsicht Ihr erster wichtiger Film ist, der Sie bekannt gemacht hat ....
MD: impact2.jpg (35990 Byte)So oder so ist "Crying Freeman" für mich ein besonderer Film ... Er ist lustig, da ich meine Frau bei den Dreharbeiten von "Crying Freeman" kennengelernt habe und wir während der Dreharbeiten zu "Pacte des Loups" ein Baby bekommen haben. Heute bin ich Vater!

Für Frankreich trifft es zu, dass "Crying Freeman" mein erster großer Film war. Er hat sich auch im restlichen Europa gut verkauft. Leider wurde er nie in den USA vertrieben. Dort hatte ich schon "Only the Strong" und "Double Dragon" gemacht, die im Kino gezeigt wurden und Erfolg hatten. Jedenfalls hatten diese drei Filme nie den gleichen Erfolg noch das gleiche Publikum. Es gibt den amerikanischen, den europäischen und den asiatischen Markt und sie sind völlig unterschiedlich.

Frage: Gibt es Ihrer Meinung nach einen Unterschied zwischen dem Christophe Gans von "Crying Freeman" und dem von "Pacte des Loups"?
MD: Er schien erwachsener, selbstsicherer, selbst wenn er sich schon bei seinem ersten Film sicher war. Er hat eine eindeutige Vorstellung von allem, den Kostümen, der Dekoration, dem Licht. Er weiß genau was er will und in seiner Vorstellung ist alles schon perfekt organisiert. Es ist unglaublich.
Frage: Wie haben Sie reagiert, als er Sie frage, ob Sie in "Crying Freeman" mitspielen wollen?
MD: impact3.jpg (138683 Byte)Als ich von "Crying Freeman" hörte, habe ich Christophe bei einer Vorführung von "Only the Strong" flüchtig getroffen. Das "Crying Freeman"-Projket begann 2 Jahre später. Ich kannte die Charaktere bereits vom Trickfilm und wollte unbedingt dabei sein, egal wie. Jedoch hatte ich gehört, dass Christophe bereits Schauspieler ins Auge gefasst hatte und ich hatte keine Ahnung in welche Richtung er gehen wollte. Mein Agent organisierte ein Treffen und wir diskutieren 2 Stunden lang in einem japanischen Restaurant. Er erklärte mir, was er sich vorstellte. Wenn Dir Christophe von einem Film erzählt, ist es so als wenn man schon im Kino sitzen und ihn anschauen würde. Also sagte ich ihm, dass ich zum Vorsprechen bereit wäre, und ich alles tun würde was er von mir verlangt. Dannach hörte ich 9 oder 10 Monate nichts.

Ich war in Afrika und drehte gerade "Kickboxer 5: Redemption", als mich mein Agent anrief und mir sagte, er hätte großartige Nachrichten für mich: "Christophe Gans möchte, dass Du "Crying Freeman" spielst". Ich schrie auf vor Freude.

Frage: Wie hast Du die Rolle von Mani angegangen? Es ist eine schwierige Rolle, da sie fast stumm ist.
MD: impact4.jpg (80845 Byte)Anfangs war ich etwas beunruhigt,  
dass die Rolle leicht langweilig oder    schwerfällig sein könnte, da er kaum   spricht                                                      

Ich mußte Mani erst selbst verstehen, da er sozusagen metaphysisch ist. Er ist sehr naturverbunden und lebt in einem anderen Empfindungssystem. Er ist fast eine übernatürliche Person. Alles was Mani denkt oder lebt, muß durch seinen Gesichtsausdruck gezeigt werden. Es ist wichtig, dass man alles durch seine Augen und seine Bewegungen sieht. Ich habe schwer an der Körpersprache, den Einstellungen gearbeitet, um ihm eine Persönlichkeit und Empfindungen zu geben. Ich arbeite unaufhörlich an mir selbst, wie Christophe, stehe ich meiner Arbeit sehr kritisch gegenüber.

Frage: Sie haben viele B-Filme gemacht. Haben Sie je einen Film gedreht, bei dem Sie dachten er sei gut und dann enttäuscht wurden?
MD: impact5.jpg (41529 Byte)Ja, aber ich werde Ihnen nicht sagen welche. Dieses Jahr hatte ich Glück, da ich 3 Filme gemacht habe, an denen mir allen was liegt. Zuerst "Pacte des Loups" dann war ich in Shanghai für die Dreharbeiten zu "China Strike Force" von Stanley Tong, in dem ich den Bösen zusammen mit Coolio spiele und schließlich habe ich in einem Drama mit etwas Action mitgespielt, von dem gleichen Produzenten, mit dem ich schon "The Base" gedreht habe. Ich hatte den Film nicht in guter Erinnerung und habe Grimassen geschnitten, als ich das Skript bekam. Doch beim Lesen stellte ich fest, dass es gut war und die Rolle interessant war. Als ich den Regisseur, Gustavo Graef-Marino traf, sah ich sofort, dass er ganz anders war, als die meisten die sie engagieren. Er wurde in Chile geboren, studierte Kino in Deutschland und macht etwas künstlerische Filme. Ich habe wegen ihm zugesagt.
Frage: Beim letzten Filmfestival in Mailand habe ich von diesem Film ein Poster im Büro des Produzenten gesehen. Es ist "The Instinct to Kill" nicht wahr?
MD: Ich weiß nicht, wie sie den Film hier genannt haben, aber der Titel scheint mir nicht angebracht zu sein. Es ist die Überarbeitung eines amerikanischen Buches, das "The Perfect Husband" heißt. Ich sehe hier keinen Zusammenhang. Wie sieht das Poster aus?
Frage: Sie sind wie ein Soldat gekleidet, mit einem Maschinengewehr in der Hand auf einem tief roten Hintergrund.
MD: Das bringt mich um. Ich habe schon gesagt, sie sollen den Film nicht als Actionfilm verkaufen. Ich hatte nur 2 Kämpfe darin und außerdem ist es ein Drama. Das ist wahnsinnig, wenn sie den Film mit diesem Poster verkaufen, wird das nie funktionieren, die Zuschauer werden enttäuscht sein. Unglücklicherweise glaube ich, dass das ein gängiges Problem bei Filmen mit geringem Budget ist. Die Produzenten glauben, sie könnten ihn mit einer Lüge besser verkaufen.
Frage: Und hat Ihnen "DNA"("Genetic Code") gefallen?
MD: impact6.jpg (202023 Byte)Bei "DNA" hatte das Skript wirklich Potential. Ich weiß nicht wer dafür verantwortlich ist, aber es fiel mir nicht schwer meine Begeisterung zu verbergen, als ich den Film sah. Das Monster ist lächerlich. Es ist ein völlig geschminkter Mensch, das kann man sehen. Punkt! Der Regisseur hat das Recht "Predator" zu mögen und seine eigenen Version davon zu machen, nur hat er hier zu viele Filme kopiert, er hat von überall wo er konnte kopiert. Von etwas begeistert zu sein und es neu zu interpretieren ist etwas anderes. Es ist eine Schande, da die Schauspieler wirklich gut waren. Das Originalskript war interessant bevor es während der Dreharbeiten laufend verändert wurde. Vielleicht haben zu viele Leute, zu viele Produzenten ihre eigenen Vorstellungen einfließen lassen.
Frage: Dagegen war "Drive" wirklich gut. In Frankreich gibt es eine gekürzte Fassung, wissen Sie was herausgeschnitten wurde?
MD:

impact7.jpg (165876 Byte)Es gibt viele Änderungen in der Produzentenversion, die völlig anders ist als der "Director’s Cut" von Steve Wang, den ich vorziehe. Sie wissen, dass ich ihre Version nicht mag, das habe ich ihnen gesagt. Selbst nachdem der "Director’s Cut" beim Toronto Asian Action Movie Festival und in Japan gewonnen hatte, bestanden sie auf ihrer eigenen Fassung. Ich verstehe nicht, warum sie die Musik geändert haben. Sie haben ein ganzes Stück der Geschichte herausgeschnitten, was zur Folge hatte, dass man die Motvation der Charaktere nicht mehr versteht. Sie haben nur die Action Szenen aneinander gereiht und nicht an den Zusammenhang gedacht.

In der Originalfassung gab es eine ganze, rührende empfindsame Geschichte. Nachdem man Zeit hatte die Charaktere kennenzulernen, konnte man die Actionszenen genießen.

Durch all die Cuts, die sie gemacht haben versteht man jetzt nur von Toby Wong, meiner Rolle, dass er einen Mikroprozessor in der Brust eingebaut hat, der seine Leistung erhöht und er die Leung Cooperation erreichen will, um Geld dafür zu bekommen. Das ist alles was man weiß. Den Rest haben sie herausgeschnitten. Ursprünglich arbeitete Toby Wong für die chinesische Regierung. Er wurde los geschickt, um eine Frau zu töten, die Demonstrationen gegen das Regime organisierte, er verliebt sich jedoch in sie. Im "Director’s Cut" handelt Wong aus Liebe. In der Produzentenversion hat ihn Geldgier gegen die chinesische Regierung aufgebracht. Ich hasse diese Fassung!

In Frankreich haben sie Glück, da die Regisseure viel freier sind. Die Produzenten lassen sie Regie führen und editieren, wie es ihnen gefällt. Sie mischen sich während des Prozesses nicht ein. Bei "Pacte des Loups" konnte Christophe machen was er wollte. Er hatte eine genaue Vorstellung im Kopf und die sieht man auf der Leinwand. In den USA stellen die Produzenten einen Regisseur ein, lassen ihn den Film drehen und sagen ihm dann, wie sie den Film editiert haben wollen. Es ist völlig unlogisch.

Frage: Ist es schwer gute Skripts zu bekommen?
MD: Oh, ja. Ich habe Glück, dass ich einige ablehnen kann, da ich so viele bekomme. Als Schauspieler ist das Luxus, da es als Anfänger sehr schwer ist Arbeit zu bekommen. Daher ist es sehr angenehm, wenn man Filme machen kann, auf die man stolz sein kann und dabei auch noch davon Leben kann. Zuerst bist du hungrig und akzeptierst jede Rolle, die man dir anbietet. Es wäre gelogen, wenn man sagen würde, Geld spielt dabei keine Rolle.

Dieses Jahr habe ich 3 Filme gedreht, und ca. ein Dutzend abgelehnt. Mir gefällt diese Position, da es irgendwie Beweis dafür ist, dass ich Erfolg habe.

impact8.jpg (54570 Byte)Es gibt sehr gute Skripts für Dramen, jedoch bieten die Produzenten diese meist nur Stars an. Da ich hauptsächlich in Actionfilmen mit geringem Budget gespielt habe, bekomme ich auch immer wieder Skripts, die in diese Richtung gehen. Selbst wenn ich Actionfilme mag, ziehe ich Filme wie "Crying Freeman" oder "Pacte des Loups" vor, bei denen die Handlung wichtig ist. Action kann gerechtfertigt sein und auch einen großen Teil des Films ausmachen, solange die Handlung stimmt und die Charaktere interessant sind. Ich mag keine Filme machen, bei denen nur die Action wichtig ist. Ich habe einige solcher Filme gemacht, jedoch hat das Skript etwas anderes versprochen, als das Endergebnis dann zeigte. Um einen Actionfilm genießen zu können, muß die Handlung immer noch funktionieren auch wenn alle Kampfszenen herausgeschnitten wären. Es ist viel einfacher, Actionszenen in einen guten Film hinzuzufügen als das Gegenteil.

Frage: Möchten Sie Regie führen?
MD: Ich glaube schon, aber ich weiß nicht , ob ich es tun werde. Als ich sah, wie Christophe bei den Dreharbeiten von "Pacte des Loups" arbeitete, sagte ich zu mir, ich bin mir nicht sicher, ob ich alle Teile, die notwendig sind um einen Film zu drehen, handhaben könnte. Die Leute glauben oft, dass ein Kampfsportler weiß, wie er seine Kämpfe organisiert, aber das ist falsch. Um das machen zu können, muss man die technischen Aspekte kennen, wie die Kamera, die Linsen, den richtigen Aufnahmewinkel ....Das sind so viele Aspekte, die ich nicht kenne, da ich auf diesem Gebiet nicht spezialisiert bin. Sicher, da die Kameraführung eine Leidenschaft ist, bin ich von Zeit zu Zeit daran interessiert, aber nicht genug, um behaupten zu können, dass ich bei einem Film jetzt Regie führen möchte.

Momentan ziehe ich es vor, mich auf meine Karriere zu konzentrieren und weiter Fortschritte zu machen. Mit jedem Film, den ich mache. lerne ich neue Dinge

Frage: Andererseits, müssen Sie nicht mehr viel in Bezug auf Kampfsport dazulernen. Man sagt sie beherrschen 7 verschiedene Techniken.
MD: Das ist wirklich sehr nett, aber nicht komplett richtig. Den einzigen Kampfsport, den ich wirklich kenne ist Kung Fu, den ich als Kind gelernt habe, weil mein Vater eine Schule leitete.

impact9.jpg (32721 Byte)Dann bin ich nach Taiwan gezogen und habe Shaolin gelernt. Alle anderen, Judo, Tai Chi, Boxen, Taekwondo oder Schwertkampf habe ich nur für den Gebrauch in Filmen geübt. Daher bin ich kein Experte in diesen Disziplinen, obwohl mich mein Vater, als ich jung war, immer ermutigt hat, so viel wie möglich über andere Kampfsportarten zu lernen und möglichst viele unterschiedliche Richtungen auszuprobieren. Seiner Ansicht nach, sind alle Stilrichtungen gut. Als ich jung war machte immer jeder den Stil des anderen schlecht. Einige meinten Judo wäre besser als Taekwondo, andere Boxen besser als jeder Kung Fu. Mein Vater lehrte immer das Gegenteil. Keine Disziplin ist besser als die Andere. Nur der Mensch, der sie ausübt macht den Unterschied aus.

Es ist egal welcher Kampfsport, was wichtig ist, ist was man damit anfängt. Es ist das gleiche beim Kochen. Man kann nicht sagen, italienische Küche ist besser als chinesische. Sie sind einfach verschieden und beide sind gut.

Frage: Momentan gibt es in den USA eine Leidenschaft für Kampfsport und alles Asiatische. Wir haben Jet Li in "Romeo must Die" und den Triumph von "Crouching Tiger, Hidden Dragon" gesehen.
MD: impact10.jpg (37345 Byte)Ich erinnere mich am Anfang meiner Karriere die Pilotfolge für "Bioman" gedreht zu haben, die später in "Power Ranger" umgewandelt wurde. Zu dieser Zeit war "Bioman" ein Flop und 4 oder 5 Jahre später als "Power Ranger" herauskam war er erfolgreich. Es war zu früh, das amerikanische Publikum war für eine japanische Serie noch nicht so weit. Heute ist das Interesse stärker, da sie einen kleinen Ausschnitt dieser Art des Kinos in "Matrix" gesehen haben und es ihnen gefallen hat. Heute denkt jeder, dass "Crouching Tiger, Hidden Dragon" sagenhaft ist. Es sind 2 sehr gute Filme, aber der Kampfstil ist nicht neu. In Hongkong macht man das schon seit 30 Jahren. Die Wirkung von "Matrix" war sehr hilfreich, da sie diesen Stil in den USA vorstellte. Mir gefällt das Konzept des Films, die Geschichte, die Darstellung und die Choreographie, obwohl ich eine bestimmte Aversion gegen den Einsatz von Sicherungsleinen habe. Ich bin immer noch ein glühender Verehrer des Stiles von Bruce Lee. Sicher, er sagte selbst, Kämpfe finden nicht wirklich so statt. Jedoch sah jeder Schlag echt aus. Er war reine Energie und sehr viel Charisma. Jackie Chan und Jet Li haben in ihren ersten Filmen genau das gleiche gemacht. Das gefällt mir, da jeder mit einem guten Trainer und der Unterstützung von Sicherungsleinen jede Choreographie ausführen kann.
Frage: Haben Sie bei bestimmten Szenen in "Pacte des Loups" Sicherungsleinenl benutzt?
MD: Ja, bei einigen riskanten Stunts, um die Gefahr zu minimieren. Ich sage ja auch nicht, dass ich völlig dagegen bin. Es gibt einige Situationen, wo sie sogar willkommen sind. ich sage nur, dass ich die gute alte Methode, wo man auf der Leinwand das wirkliche Talent des Schauspielers sieht, bevorzuge. Es gibt einige Filme, in denen der Gebrauch von Sicherungsleinen völlig in die Geschichte mit eingebunden ist. Das ist z.B. genau der Fall in "Matrix" oder in " A Chinese Ghost".
Frage: Wollten Sie als Kind Schauspieler werden?
MD: Als Kind wollte ich Schriftsteller werden. Ich bin durch Zufall Schauspieler geworden. Ich bin in China Town, San Francisco, spazieren gegangen. Ich war 19 und ein Assistent eines Regisseurs sprach mich an, ob ich Schauspieler sei. Ich sagte nein. Er fragte mich, ob ich es versuchen möchte. Ich sagte vielleicht. Er gab mir seine Karte. Ich rief an. Ich ging zum Vorsprechen. Wayne Wang war da und ich bekam die Rolle. Der Film hieß "DIM SUM" und in der ersten Szene, die ich gedreht habe, küsste ich Joan Chen. Ich spielte ihren Freund. Mir gefiel die Arbeit und so ging ich zu anderen Vorsprechterminen, jeder sagte mir, ich hätte Potential, wenn ich Schauspielunterricht nehmen würde.

Selbst heute noch nehme ich zwischen den Dreharbeiten Stunden. Ich nehme diesen Beruf sehr ernst. Nichts was ich je geschrieben habe, hat Früchte getragen.

Frage: Schreiben Sie Skripts?
MD: Hauptsächlich Gedichte und Kurzgeschichten, aber ich arbeite in der Tat an einem Skript. Es ist kein Actionfilm eher ein historischer Film. Meine Großmutter ist Japanerin und auf Hawaii geboren, mein Großvater ist weiß, ein Ire aus Kentucky. Er war im 2. Weltkrieg. Meine Großmutter und mein Großvater verliebten sich auf Hawaii während der Kämpfe zwischen den Japanern und Amerikanern. Mein Skript erzählt ihre Liebesgeschichte.
Frage: Sind sie je Journalist gewesen?
MD: Nein, aber ich habe einen Artikel geschrieben, der vor 7 oder 8 Jahren veröffentlicht wurde. Ich wurde von einem Magazin interviewt und sie fragten mich nach meinen Hobbies. Ich sagte, dass ich gerne schreibe. Einige Wochen später fragt mich der Herausgeber, ob ich für sie einen Artikel schreiben würde. Ich nahm an. Sie wollten, dass ich einen Artikel über Sex schreibe, erklärten mir was sie wollten, er sollte sehr offen sein. Ich sagte, ich würde akzeptiere, wenn ich unter einem Pseudonym schreiben dürfte. Ich arbeitete einen Monat daran. Und ich denke ich war erfolgreich, da kurz darauf das USA Today Magazin einen "Schund Artikel über Sex" lobte. Ich war sehr glücklich.
Frage: Was verleitet Sie zum Schreiben?
MD: Die Tatsache bestimmte Dinge zu fühlen und dass ich sehr viel über alles um mich herum nachdenke. Als Beispiel, nach diesem Interview, wenn ich zu Hause bin, werde ich über jedes Wort nachdenken, das Sie zu mir gesagt haben, und jede Antwort, die ich Ihnen gegeben habe. Ich werde immer wieder darüber nachdenken. Auf diese Weise bleibt alles was mit mir in meinem Leben passiert ist präsent in meiner Erinnerung - ob gut oder schlecht. Meine Empfindungen aus meiner Kindheit sind immer noch sehr gegenwärtig. Meine Sorgen, meine Schmerzen genauso wie meine Freuden. Aber gleichzeitig ist es sehr schwierig all das für sich zu behalten. Das Schreiben ist der Weg all die Energie und Erinnerungen mit anderen zu teilen.
Frage: Man sagt, dass die erste Szene in "Pacte des Loups" in der Sie auftreten, in der Sie gegen etliche Dorfbewohner kämpfen, sehr schwer einzustellen war und etliche Drehtage erforderte.
MD: 6.jpg (10715 Byte)Sechs genau, was ein enormer Zeitaufwand ist. Für mich war es die schwierigste Szene. Erstens war es kalt. Nach 2 Stunden schwitzten wir und froren zugleich.

In Bezug auf Unbehagen, war es das schlimmste. Jeder, ob Samuel oder die Stuntment, war motiviert. Dazu kam noch, dass es die erste Szene war, die wir zusammen drehten. Wir hatten uns nur flüchtig vorher gesehen. Es war verrückt. Weder die durchnäßten Kostüme , noch die völlig mit Wasser gefüllten Stiefel machte es leicht sich zu bewegen. Es war wirklich sehr kalt.

Aber wir waren uns einig, dass wir einen guten Film machen wollten. Die überwältigende Energie von Christophe sollte uns das auch verwirklichen lassen. Keiner wollte aufgeben.

Frage: Ist "Pacte des Loups" der schwierigste Film, den sie gedreht haben?
MD: Ich glaube ja. Vor allem da die Dreharbeiten sehr lange dauerten. Es ist schwer seine Motivation 6 Monate zu halten. "China Strike Force" war auch sehr schwierig, aber aus anderen Gründen, da die Dreharbeiten nur 2 Monate dauerten.
Frage: Es ist seltsam, dass "China Strike Force" Ihr erster chinesischer Film war. Mit Ihrer Karriere und Ihren Kampfsportfähigkeiten können wir uns gut vorstellen, dass Sie weiter Hongkong Filme machen.
MD: Es gab die Gelegenheit noch nicht. Ich drehte eine Episode der Sammu Hong Serieimpact11.jpg (56068 Byte) "Martial Law" zusammen mit Stanley Tong. Normalerweise produziert Stanley die Serie, aber in der Folge, bei der ich mitspielte, führte er Regie. Wegen dieser kleinen Rolle engagierte er mich für die Rolle des Bösen in "China Strike Force". In China arbeitet man wirklich sehr schnell und sie schlagen auch hart zu.

In einer Szenen kämpfe ich gegen einen sehr erfahrenen Schauspieler, der diese Art der Produktion gewohnt ist, und der schon gegen Jackie Chan in "Drunken Master 2" kämpfte. Oh Gott, schlug der hart zu. Ehrlich gesagt, beim ersten Schlag, dachte ich, er hätte einen Hass auf mich, weil er so kräftig zugeschlagen hat.

Normalerweise macht man 2 Einstellungen von einem Sprung, einen wo man springt und einen wo man landet. In China macht man nur eine. Also liegt keine Matraze am Boden, und es ist kein Teppich oder Holz, sondern Granit.

Ich laufe, ich falle auf eine große Holzkiste, ich springe und drehe mich in der Luft und falle zu Boden. Aus den Dreharbeiten kam ich übersät mit blauen Flecken. Zum Glück bin ich etwas verrückt.

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