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http://www.badazzmofo.com/browolf.htm - Interview

von David Walker

übersetzt aus dem Englischen: von M. Köhler


 

Fans von Kung Fu Filmen ist der Kampfkunst Champion Mark Dacascos wohl bekannt – und wenn nicht, dann wird er es sein. In den USA ist Dacascos am besten bekannt durch seine Rolle als Eric Draven in der kurzlebigen Fernsehserie: "The Crow Stairway to Heaven". Er spielte auch mit Kadeem Hardison in dem unterbewerteten Film „Drive“, der so aussah, als wäre er ein Abklatsch von "Rush Hour", aber in Wirklichkeit ein eigenständiger Film war.

1995 arbeitete Dacascos das erste Mal mit dem Regisseur Christophe Gans in dem Kultfilm „Crying Freeman“ zusammen.

Dacascos und Gans taten sich für „Pakt der Wölfe“ wieder zusammen hier spielt Mark " Mani", eine Rolle, die der Regisseur extra für ihn schuf.

Dacascos bekam ausgezeichnete Kritiken für seine Darstellung und der Pakt könnte der Film sein, der ihm zum Superstar hochkatapultiert. Vergesst nicht Bad Azz MoFo ‚7, im Sommer 2002 zu überprüfen, um zu erfahren, wie Mark in unserem 2. Film-Award abschneidet.

 


Es fiel mir schwer „Pakt der Wölfe“ anderen zu erklären. Wie beschreibst Du den Film? 

Das Interessante an dem Film ist, dass er auf geschichtlichen Tatsachen basiert.

Während der Regentschaft von Ludwig XV gab es einen Wolf oder irgendein Monster, dass in Zentralfrankreich umher stich und ca. 100 Leute verletzte oder tötete. In der Zeit machte sich der König von England über den König von Frankreich lustig und sagte: „Wie kannst Du ein Land und ein Volk regieren – Du kannst nicht einmal dieses eine Monster unter Kontrolle bekommen“. Also was macht der französische König, zumindest dachte man,  dass er es so machte; er ließ einen Wolf erlegen, ihn ausstopfen und sagte „Das ist das Monster, und das wars jetzt, Punkt. Der Fall ist abgeschlossen“

Wie auch immer, das Morden ging noch 2 Jahre weiter und endete dann. Niemand hat das Monster je gefangen. Man fand nie den Kadaver von irgendeiner Art Tier. Man weiß nicht, was es war. Man dachte es war ein Wolf, aber es hätte auch gut ein Löwe, Tiger oder Leopard oder irgend etwas anderes sein können, das von einem Piratenschiff oder ähnlichem entkam.

Das zusammen mit dem in dieser Zeit starken Bürgertum und das spirituelle, metaphysische, erdverbundene Element von Mani – mein indianischer Charakter  - gemischt mit Abenteuer, Kampfkunst, Politik und Religion, ist der Film wirklich gut. Als Genre ist er ein Mix.

Er ist ein politischer Thriller, der mit Magie, die übernatürlich zu sein scheint, Kampfkunst und etwas Romanze gemischt ist; und das ganze ist in Französisch. Er sieht wirklich nicht aus, wie die meisten französischen Filme, die ich gesehen habe.

Christophe ist ein sehr stolzer Franzose. Er liebt seine Kultur, aber so weit ich weiß, schaut er auch gerne asiatische Filme an. Er liebt Samuari-Filme und Hongkong Filme und Filme aus China – ich sage Hongkong und China,  da es zwei verschiedene Arten von Film sind. Christophe ist ein großer  Fan von Hongkong Filmen, und er liebt John Woo und David Wu und das Hongkong Film Genre.

Er mischt Eastern und Western in seinen Filmen. Philip Kwok hat einen der Hauptbösewichte in „Hard Boiled“ gespielt und war auch unser Kampfchoreograph.

Es war interessant einen Hongkong Choreographen  mit dem chinesischen Kung Fu Flair zu haben, der ein französisches Geschichtsstück dreht und dass dabei die ganze Aktionsequenz funktioniert und nicht zu abrupt oder aufdringlich war.

Es war auch interessant,  in dem Film so viele Genremischungen zu sehen und hinter der Bühne hatten wir Monica Bellucci, sie ist Italienerin und Cinematographe Dan Laussten, er ist Skandinavier, ich komme aus Hawaii; dann hatten wir die französischen Schauspieler und die Hongkong Stuntcrew und Philip Kwok. Es war wie bei den Vereinten Nationen im Film.

Was ich interessant finde und das ist in gewisser Weise auf „Pakt der Wölfe“ bezogen, ist, dass vor 10 Jahren die amerikanischen Zuschauer kaum wussten, wer Jacki Chan oder Jet Li oder John Woo waren..

Kanntest Du sie vorher?

Ja.

Gefällt Dir das Genre?

Ich wusste von diesen Filmen schon jahrelang, seit ich ein Kind war. Aber es ist interessant, dass man jetzt die Eastern Einflüsse in amerikanischen Filmen sieht. 

Hast Du den Film „Shrek“ gesehen. (lacht). Du kennst das Genre, daher weißt Du, das es es schon lange gibt und dass man eine Film in China oder Hongkong so macht. Kampfkunst ist ein Nationalsport – Wu Shu ist Nationalsport in China. Sie sind an solche Filme gewöhnt, aber in den USA war es ein langsames Dahinkriechen – und dann Bum, explodierte es. Jetzt kämpft jeder so. Ganz offensichtlich ist es so bei "Tiger and Dragon", da Du Hongkong Filme ansiehst, bist Du daran gewöhnt. 

Es ist erstaunlich, wie sich die Dinge in der Zeit in der ich lebe geändert haben. Sammo Hong hatte vor einigen Jahren seine eigene Fernsehserie. Aber in den 70ern bekam Bruce Lee nicht die Hauptrolle in „Kung Fu“, da er zu ethnisch aussah.

Schau Dir „Rush Hour 2“ an.  Du hast einen schwarzen Amerikaner und einen Chinesen in den Hauptrollen. Das ist super.

Die „Rush Hour“ Filme bewiesen etwas, nämlich, dass was viele schon lange wussten, man kann einen Film auch ohne einen weißen Hauptdarsteller machen und er wird trotzdem ein Erfolg. Da Du „Rush Hour“ aufgegriffen hast, möchte ich über einen Film sprechen, der oft mit ihm verglichen wurde: "Drive". Ich weiß es gibt eine Director’s Cut Version des Films, der viel besser ist, als die veröffentlichte.

Das ist ein wunder Punkt, aber ich gehe darauf ein. Ich liebe den Director’s Cut total. Der Director’s Cut gewann ein Filmfestival in Japan. Wir gewannen das Aktion-Filmfestival in Toronto, und dennoch bestand der Produzent darauf, dass seine Version auf HBO gezeigt wurde und als Video veröffentlicht wurde; das verstehe ich nicht.

Die Aktion war stark, aber die Geschichte war etwas abgehackt.

Danke. In der Hintergrundgeschichte verstehst Du, dass Kadeem Hardison’s Charakter Probleme mit seiner Ehe hatte. Er ist ein gestrandeter Künstler und sein  Charakter wird lebendig, wer er war, warum er dort war etc.. Mein Charakter in der Produzentenversion, die jeder in den USA gesehen hat, war ein Typ der einfach Geld aus seinem Implantat machen wollte. Du erfährst nicht, dass er ein früherer Killer der Chinesen war, und dass er sich in ein Mädchen verliebte, das gegen die Regierung war, und als sie dann getötet wurde, verstand er, dass die Regierung, für die er arbeitete, nicht das war was es den Anschein hatte.

Es ging nicht um Geld, es ging darum für etwas zu kämpfen, hinter dem man steht und das man liebt. Die Hintergrundgeschichte und einige gute Szenen wurden herausgeschnitten. Das ist traurig, da ich mehr Spaß an Aktionszenen habe, wenn ich mich für die Charaktere interessiere. In dem diese Szenen herausgeschnitten wurden, hast Du das verloren.

Siehst Du dich selbst als Schauspieler oder als Kampfkünstler oder als Kampfkünstler, der schauspielert?

Ich sehe mich als Schauspieler, der in der Lage ist Kampfkunst zu machen. Aber ich glaube, ich bin auch fähig etwas zu machen, bei dem keine Kampfkunst verlangt wird.

In jedem Fach ist das so, wenn Du mit etwas anfängst und Du machst viel davon, kann es manchmal schwer sein, da auszubrechen. Die meisten der Filme, die ich gedreht habe, und die Charaktere, die ich verkörpert habe, enthielten Aktion oder Kampfkunst. Von denen, die ich gemacht habe und die keinen Kampfkunst enthielten,  waren die Rollen nicht so bekannt.

Hoffst Du mehr in gängige Filme zu kommen, oder suchst Du Dir eine Nische wie Don „The Dragon“ Wilson oder Cynthia Rothrock es getan haben, in dem sie sich auf das Aktiongenre, das nur auf Video veröffentlicht wird, konzentriert haben?

Ich bin Dir ähnlich. Ich ziehe Hongkong Aktion anderen vor. Ich respektiere die Männer und Frauen, die Aktionfilme für Amerika machen, aber daran bin ich nicht interessiert. Einige der Hauptaktionstars in den USA respektiere ich dafür, wie weit sie es geschafft haben, aber ich ziehe ihnen immer Jackie Chan, Jet Li und Bruce Lee vor. Von der Leidenschaft her gesehen, sprechen mich die Geschichten und Aktion in amerikanischen Filmen nicht an.

Einer der Probleme an  amerikanischen Filmen liegt darin, dass die Aktionszenen so editiert sind, dass sie weder die Fähigkeiten noch die Choreographie zeigen.

Das sind auch hauptsächlich meine Bedenken. Ich habe die Fernsehserie „The Crow“ gemacht und James Lew, ein ausgezeichneter Kampfkünstler und ein wirklich netter Kerl, machte die Choreographie. Als die Serie dann ausgestrahlt wurde, waren ein Großteil der Sachen, die wir gemacht hatten in so schlechte Sequenzen geschnitten, dass es mich verrückt macht. Und wenn ich ein Schauspieler bin und ich meine eigenen Kampfkunst machen kann, dann zeigt das bitte auch, oder nehmt Euch einen Stuntman und schneidet es in Stücke und macht was ihr wollt.

Bei „Drive“ ermutigte uns Steve dazu, so viel wie wir konnten, selbst zu machen – und das taten wir auch. Christophe Gans wollte, dass ich in „Pakt der Wölfe“ alles selbst machte; und so machte ich 98,7% selbst. Es gibt einige Szenen, wo ich laufe oder so und das sind nicht meine Füße, sorry. Aber was die Kämpfe etc. angeht, das bin ich. Und es hat mir Spaß gemacht. Es ist so wie in den Filmen von Gene Kelly und Fred Astaire. Hongkong Aktion Filme sind so wie Musicals in den 50ern in den USA waren, wo Schauspieler sangen, und SIE sangen, und sie tanzten und SIE tanzten wirklich. Es waren wirklich sie. Schauspieler in Hongkong können kämpfen, tanzen, singen und schauspielern, sie sind erstaunlich. Die Chinesen arbeiten wirklich hart, und sie sind vielseitig talentiert, und sie sind unglaublich. Wenn es zu Kämpfen kommt und zu Aktion und zum Fallen, wollen Sie, dass Du zuschlägst und sie wollen, dass Du fällst, mach es einfach.

Es ist schwer einen Hongkong oder Chinesischen Film zu machen, aber wenn Du Dir die Aktionsequenzen ansiehst, schauen sie so gut aus. Ich ziehe sie  denen der amerikanischen Aktionfilme vor.

 

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